Meinungen, Infos, Nachrichten rund um Digitalisierung in der Sozialen Arbeit

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Moin Moin, mein Name ist Philipp Fode. Vor etwa 13 Jahren zog ich für eine Ausbildung zum IT-Systemelektroniker aus Gifhorn, Niedersachsen, nach Hamburg. Hier war ich fünf sehr lehrreiche Jahre bei einem Serverhersteller in der Produktion und Technik beschäftigt, bis ich Ende 2013 in die Administration eines Großkonzerns wechselte. Dort habe ich gleichermaßen feststellen dürfen, dass mich die Arbeit zwar auf fachlicher Ebene fordert, ich viele Entwicklungen in der Prozessoptimierung aber als negativ empfinde und mich sukzessiv weniger mit dem Berufsbild identifizieren kann. Es fiel der Entschluss mich noch einmal gänzlich neu aufzustellen. So begann ich nach einer Einjährigen Auszeit den Bachelor-Studiengang Soziale Arbeit an der HAW Hamburg. Im Verlauf des Studiums habe ich durch unterschiedliche Jobs multiperspektive Einblicke in die praktische Soziale Arbeit vieler Fachrichtungen erhalten. Immer wieder stellte ich dabei fest, dass soziale Einrichtungen sich häufig mit steigenden Ansprüchen an Bürokratie und Dokumentationspflichten auseinandergesetzt sieht, ohne dass sie sich auf Wissen und Erfahrungen in den eigenen Reihen verlassen kann. Bei gleichbleibendem Stellenschlüssel und fehlenden Weiterbildungsmaßnahmen reduziert sich sukzessiv die eigentliche Arbeit mit den jeweiligen Adressat:innen. Die Auseinandersetzung mit IT (im Allgemeinen) wird ggfs. als zweckdienlich aber nur selten als hilfreich empfunden. Dabei bleibt die kreative Auseinandersetzung mit den vielen neuen Möglichkeiten durch die Digitalisierung auf der Strecke. Im Verlauf des Studiums habe ich erkannt, dass meine interdisziplinäre Bilingualität (Kommunikation mit IT´lern und Sozialarbeitern gleichermaßen) eine Fähigkeit ist, welche dringend benötigt wird um einer Profession dabei zu helfen sich neu zu orientieren. Seither ist Digitalisierung in der Sozialen Arbeit mein „Steckenpferd“, dass mich durch die vergangenen Semester begleitet und mir viele interessante Einblicke gewährt hat und sicherlich auch noch wird.

Worum geht es bei #makeITsocial?

Der Blog richtet sich an all diejenigen – Sozialarbeitende, IT´ler, Forschende und Lehrende, Soziologen, Philosophen – Ganz Allgemein alle interessierten Menschen, welche sich für das Gebiet der Digitalisierung in der Sozialen Arbeit interessieren. 

Im Rahmen meiner anstehenden Bachelorarbeit, welche sich selbstverständlich ebenfalls mit dem Thema beschäftigt, stoße ich regelmäßig auf interessante Projekte, Publikationen oder Nachrichten. Da meine Lesezeichenleiste langsam unübersichtlich wird, habe ich beschlossen einen Alternativen Weg zu gehen. Für eine bessere Struktur, auch für mich persönlich, gibt es diese Plattform.

Darüber hinaus entsteht natürlich gleichzeitig der Mehrwert diese schon jetzt sehr umfangreiche, aber nach wie vor wachsende Sammlung, anderen Interessierten und solchen die es werden, zur Verfügung zu stellen.

Mein Anliegen ist es mehr Bewusstsein dafür zu schaffen welchen Stellenwert das Thema Digitalisierung in unser Aller Leben bereits einnimmt und zukünftig noch einnehmen wird. Wir befinden uns nach der Mechanisierung, der Motorisierung und der Automatisierung mitten im Übergang zur vierten, industriellen Revolution. Das bedeutet, dass die Digitalisierung, welche wir aus unserem persönlichen Alltag kennen und schon seit geraumer Zeit die Transformation unserer Gesellschaft beeinflusst in sehr naher Zukunft eine nicht mehr zu ignorierende Konstante auch in UNSEREM beruflichen Alltag als Sozialarbeitende haben wird.

“Bildsprachlich ist der Zug schon wieder losgefahren und wir schauen hinterher. Wenn wir noch mitfahren wollen, sollten wir zumindest schon einmal hinterherlaufen und nicht erst abzuwarten, bis er nicht mehr zu sehen ist um dann festzustellen, dass es doch der richtige gewesen ist.”

#makeITsocial soll dabei helfen einen Eindruck von der „neuen“ Dimension zu erhalten.

Ich wünsche mir, dass sich in unsere Profession ein Gefühl dafür entwickelt, welche Potenziale und damit zusammenhängende Gefahren die Digitale Transformation mit sich bringt.