Meinungen, Infos, Nachrichten rund um Digitalisierung in der Sozialen Arbeit

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Positionspapier: Digitalisierung und Armut | diakonie.de [ARCHIV]

Beschreibung (Autor)

ein Textauszug

In allen Bereichen des Lebens schreitet die Digitalisierung voran. Wirtschaftliche, soziale und kulturelle Teilhabe setzen in immer stärkerem Maße einen digitalen Zugang voraus. Arbeit und Freizeit, Austausch-, Diskussions- und Bildungsformate und die Zugänge dazu werden stärker als bisher digital angeboten. Das erspart Wege, kann, soweit die technischen Voraussetzungen gegeben
sind, den Zugang zu Beteiligungs- und Kommunikationsmöglichkeiten erleichtern und die Umschlagsgeschwindigkeit und Reichweite von Informationen und gesellschaftlichen Diskussionsprozessen erhöhen. Die Corona-Krise hat diese Entwicklung massiv beschleunigt, viele Organisationen erfahren einen Digitalisierungsschub.


Auch Anträge und Termine bei Ämtern, Behörden oder Ärzten setzen zunehmend digitale Zugänge
voraus. Das Gesetz zur Verbesserung des Onlinezugangs zu Verwaltungsleistungen verpflichtet
Bund, Länder und Kommunen, bis Ende 2022 ihre Verwaltungsleistungen über Verwaltungsportale
digital anzubieten. Erste Behörden wie die Familienkassen und die Jobcenter ermöglichen es bereits, Anträge auf familienbezogene Leistungen wie das Elterngeld oder den Kinderzuschlag bzw.
auf Sozialleistungen online zu stellen. Auch die Beantragung von Auskünften oder Dokumenten
(wie z.B. von Geburtsurkunden oder die Schufa-Auskunft) ist oft nur noch per Online-Formular möglich. Online-Formulare sind dabei oft an einem Bild vom „Standard-Bürger“ ausgerichtet. Das vorgegebene Schema passt nicht zur Lebenswirklichkeit vieler Menschen. Das führt zu Exklusion somit als abweichend definierter Lebensverläufe. […]