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Oberfranken stellt auf fünfstellige Faxnummern um PM 026/21 | Regierung Oberfranken

Beschreibung (Redaktion)

Kein Aprilscherz!

Schon bei der Überschrift kräuseln sich bei mir die Fußnägel. Diese totgesagte Technik aus dem Ende des 20. Jahrhunderts hat es nicht nur in das Jahr 2021 geschafft, nein es wird tatsächlich Geld ausgegeben, sodass Behörden auch weiterhin gewohnt analog arbeiten können. Anstatt sinnhafte Methoden zu etablieren wird hier Geld (Summe unbekannt) verbrannt, da:

Nichtsdestotrotz ist der Telefaxdienst noch nicht entbehrlich, weil das weit verbreitete Telefax von Bürgerinnen und Bürgern immer noch häufig genutzt wird.”

Ich kann auch direkt eine Antwort liefern, warum diese Technik noch häufig von Bürger:innen genutzt wird. Der einzige Vorteil von Fax ist, dass es einen “rechtssicheren” Übertragungsbericht am Ende gibt, mit welchem nachgewiesen werden kann was wann gesendet und ob es von der Gegenstelle auch Empfangen wurde. Das Problem liegt auf Behördenseite. Die Menschen wollen sicher sein, dass ihre Schreiben auch ankommen und nicht unterwegs “verschwinden”.

Das ist günstiger, als ein Einschreiben mit Rückschein zu versenden und durch die Pflicht als Unternehmen ein Fax vorzuhalten sind diese auch noch im großen Stil im Einsatz.

Ich will auch gar nicht kritisieren, dass Menschen diese Technik noch verwenden. Was mich aber wirklich richtig wütend macht ist die Tatsache, dass für den Erhalt und Ausbau tatsächlich noch Geld investiert wird, anstatt sinnhafte Alternativen zu entwickeln und anzubieten.

Nein ich spreche nicht vom E-Post Brief oder der “neuen” Online Funktion des Personalausweises…

Wahnsinn!

Link: 

Weiter zur Pressemitteilung der Regierung in Oberfranken
https://www.regierung.oberfranken.bayern.de/presse/pressemitteilungen/2021/pm026/index.html