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Fode, P. (2021) Lebensweltorientierte Digitalarbeit – Die neuen Alltäglichkeiten

Beschreibung (Autor)

Im ersten Teil der Lebensweltorientierten Digitalarbeit, veröffentlicht in Standpunkt Sozial #2/2021, habe ich in einem kurzen Text versucht einen Bogen zwischen dem lebensweltlichen Anspruch der Sozialen Arbeit, dem Professionsverständnis von Digitalisierung und der Relevanz von Datenschutz vor dem Hintergrund des Tripelmandats zu spannen.

Erneut möchte ich mit den Ergebnissen einer nicht-repräsentativen Befragung während eines Hochschulseminars einleiten:
Zu Beginn stellte ich zwei Fragen:

1. „Was verbindet ihr mit dem Begriff Digitalisierung im Arbeitsalltag der Sozialen Arbeit bzw. des Studiums?“
2. „Was verbindet ihr mit dem Begriff Digitalisierung im Privaten?“

Die Seminarteilnehmer:innen beantworteten die erste Frage mit Assoziationen wie weniger Austausch, mehr Arbeit, Technikaffinität, Stress, Rationalisierung, mehr Nachbereitung, Hardware, Software oder wenig Kenntnis der Lehrenden sowie Monologseminare usw.
Die Antworten zur Zweiten Frage lauteten: Smartphone, ständige Verfügbarkeit, Simplifizierung, alle Lebensbereiche, Modernisierung, Vernetzung, Automatisierung, neue Möglichkeiten, erleichterter Zugriff und weniger Authentizität usw.

Darauf begründete sich meine Hypothese, dass Digitalisierung zwar im Leben von Sozialarbeiter:innen ein fester Bestandteil der Lebenswelt ist, in der Profession der Sozialen Arbeit allerdings Barrieren aktiviert, welche bezogen auf den Berufsalltag positive Zuschreibungen erschweren.

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